Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes


Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Nürnberg

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Inhalt: Wassersport

Merkblatt für Wassersportler am Main-Donau-Kanal

Merkblatt für Wassersportler.pdf

Der Leitfaden für Wassersportler "Sicherheit auf dem Wasser", als Broschüre herausgegeben vom Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung enthält ausführliche Informationen für die Sportschifffahrt. Dieser Leitfaden steht auch im Internet auf der Seite http://www.bmvbs.de/ zum Download bereit.

Dieses Merkblatt soll als Ergänzung dazu über die Besonderheiten auf dem Main-Donau-Kanal und nur über die im Kapitel 12 der Binnenschifffahrtsstraßen-Ordnung (BinSchStrO) enthaltenen Sondervorschriften für den Main-Donau-Kanal informieren, soweit diese für die Sportschifffahrt von Bedeutung sind.

Fahrgeschwindigkeit

Ankern

Stillliegen

Befahren der Altwässer

Benutzung der Schiffsschleusen 

Fahrgeschwindigkeit (§12.04 BinSchStrO)

Die zulässige Höchstgeschwindigkeit gegenüber dem Ufer beträgt
vom Hafen Bamberg bis zur Einmündung in die Donau für Fahrzeuge und Verbände

13 km/h bei einer Abladetiefe von nicht mehr als 1,30 m
11 km/h bei einer Abladetiefe von mehr als 1,30 m 

(Ausnahmen können nur im Rahmen von Veranstaltungen und für autorisierte Reparaturbetriebe genehmigt werden.)

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Ankern(§12.09 BinSchStrO) 

Anker dürfen nur auf folgenden Strecken benutzt werden:

von der Abzweigung aus dem Main bis zum Trenndamm des Schleusenbereichs Bamberg (km 6,45)
vom Hochwassersperrtor Neuses (km 21,81) bis zur Einmündung der Regnitz unterhalb der Schleuse Hausen (km 32,00)
von der Einmündung der Altmühl (km 136,60) bis zur Umschlagstelle Riedenburg (km 149,80)
vom Unterwasser der Schleuse Riedenburg (km 151,30) bis Essing (km 161,50)
vom Unterwasser der Schleuse Kelheim (km 166,50) bis zur Einmündung in die Donau

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Stillliegen (§12.10 BinSchStrO) 

Das Unbemannte Stilliegen von Kleinfahrzeugen ist verboten. Ausnahmen sind im Bereich der Wehrarme und Wehrstrecken möglich.

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Befahren der Altwässer (12.17 BinSchStrO)

Das Befahren der Altwässer und Flachwasserzonen ist verboten.

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Benutzung der Schiffsschleusen

Motorboote

Fahrzeuge mit einer Länge von weniger als 20 m sind Kleinfahrzeuge im Sinne der Binnenschifffahrtsstraßen-Ordnung . Diese Fahrzeuge dürfen die Schiffsschleuse benutzen, die Schiffsschleusen Riedenburg und Kelheim allerdings nur, wenn die Bootsschleuse außer Betrieb ist oder wegen der Fahrzeugabmessungen nicht genutzt werden kann. In der Regel erfolgt die Schleusung zusammen mit der gewerblichen Schifffahrt.

Die Einfahrt in die Schiffsschleuse darf erst erfolgen, nachdem der Schleusenbetriebsstelle mitgeteilt wurde, dass die Absicht besteht, die Schleuse zu benutzen. (§ 12.16 Nr. 5 BinSchStrO).

Diese Mitteilung kann durch Schiffsfunk, per Telefon (Handy) oder persönlich erfolgen. Es besteht auch die Möglichkeit, die Wechselsprechanlage im Schleusenvorhafen zu benutzen. Diese ist durch das Schifffahrtszeichen E.14 Fernsprechstelle (weißer Telefonhörer auf blauem Grund) gekennzeichnet.

Fahrzeuge, die eine Schiffsschleuse benutzt haben, werden bei der Ausfahrt an die nächste Schleusenbetriebsstelle weitergemeldet. Diese Fahrzeuge fahren jedoch nur selten bis zur nächsten Schiffsschleuse weiter, weil sie

vorher aus dem Wasser genommen werden
einen Sportboothafen anlaufen
umkehren

Da die Schleusenbetriebsstelle nicht mit der Ankunft dieser Fahrzeuge rechnen kann, muss der Motorbootfahrer die Mitteilung an jeder Schiffsschleuse vor der Einfahrt von neuem machen.

Das Nichtbeachten dieser Vorschrift führt immer wieder zu Unfällen.

Wir wollen Unfälle vermeiden. Helfen Sie bitte mit!

Unfälle sind ärgerlich, kosten Zeit, Geld und Nerven.

Ruder- und Paddelboote

Ruder- und Paddelboote müssen die Bootsanlagen (Bootstreppen, Bootsschleppen oder Bootsschleusen) benutzen.

Die Benutzung der Schiffsschleuse ist nur in Ausnahmefällen möglich (§ 12.16 Nr. 3 BinSchStrO).

Die gemeinsame Schleusung mit der gewerblichen Schifffahrt ist zu gefährlich. Nur wenn sich zufällig eine Leerschleusung für die gewerbliche Schifffahrt ergibt, kann die Schleusenbetriebsstelle die Benutzung der Schiffsschleuse durch Ruder- oder Paddelboote zulassen. Da sich solche Situationen nur zufällig ergeben, ist die Planung von Touren mit Schleusungen nicht möglich. Bei der Planung einer Tour muss davon ausgegangen werden, dass nur Bootsanlagen benutzt werden können.

Bootsschleusen

Bootsschleusen befinden sich an den Staustufen Riedenburg und Kelheim.
Ihre Nutzlänge beträgt jeweils 20 m, die Nutzbreite 4 m.
Die Bootsschleusen müssen selbst bedient werden.
Bei höherer Wasserführung werden die Bootsschleusen gesperrt.

Bootsumsetzanlagen

Bootstreppen befinden sich an den Schleusen Bamberg, Strullendorf, Forchheim, Hausen, Erlangen, Kriegenbrunn und Nürnberg, sowie an den Wehren Bamberg, Neuses, Forchheim und Hausen.

Die Bootstreppen an den Wehren Bamberg, Neuses, Forchheim und Hausen dürfen nur benutzt werden, wenn der Wasserstand am Richtpegel Bamberg weniger als 260 cm beträgt.

Bootsschleppen befinden sich an den Schleusen Eibach, Leerstetten, Eckersmühlen, Hilpoltstein, Bachhausen, Berching und Dietfurt, sowie am den Wehren Dietfurt, Riedenburg und Kelheim.

Die Bootsschleppen sind mit Bootswagen ausgestattet. Die Bootswagen haben eine Tragfähigkeit von 300 kg. Der Bootswagen kann durch Einschieben einer 2 € Münze gelöst werden. Die Boote können zur anderen Rampe gefahren werden. Nach dem ordnungsgemäßen Abstellen des Bootswagens kann man die Münze wieder entnehmen.

Die Bootsschleppe am Wehr Dietfurt darf nur benutzt werden, wenn der Wasserstand am Richtpegel Riedenburg weniger als 450 cm beträgt.

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